Weihnachtskonzert 29.11.

Adventskonzert der ChorBühne - Ein Fest der Stimmen

Zum ersten Mal seit einigen Jahren wagte sich der Chor am Samstag wieder an ein Doppelkonzert, was sich als voller Erfolg erwies. Die fast bis auf den letzten Platz gefüllte ev. Martinskirche machte klar, wie groß das Interesse des Publikums ist. Das Programm bestach mit einer beeindruckenden Bandbreite: Begrüßt wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche mit einem Adventsjodler – aus dem Chorraum gesungen – und Hubert von Goiserns „Heast es net“, begleitet von Daniel Rothfuß am Akkordeon.
Mit „Viva la vida“ von Coldplay erklang ein kraftvoller Auftakt, der durch seine Melodie sofort mitriss. Auch Queens „Somebody to love“ kam energiegeladen daher.
In Soli verschiedenster Art konnten einzelne Stimmen ihre Ausdruckskraft entfalten – mal kraftvoll und strahlend, mal zart und berührend. So überzeugte Ulrike Rentmeister-Nigl mit der deutschen Version des schwedischen Filmsongs „Gabriellas Lied“, einer Hymne für Selbstbestimmung und Lebensfreude. Jörg Zauner besang mit dem ergreifenden Arioso „So sollen Berge weichen“ aus Mendelssohns Oratorium „Elias“ die unerschütterliche Liebe Gottes. Gleich mehrere Duette - ob sanft und gefühlvoll oder schwungvoll und lebendig – ließen die Konzertbesucher die Chemie zwischen den Sängerinnen und Sängern spüren. Janina Merk interpretierte zusammen mit ihrem 13-jährigen Sohn Moritz den durch Adele berühmt gewordenen Song „Make you feel my love“ – ein Stück über bedingungslose Liebe und Hingabe, das durch die besondere Besetzung eine ganz einzigartige Note verliehen bekam. Berührend war auch der Auftritt von Hartmut Koser mit seinen Enkelinnen - der 6-jährigen Liv Tuscher, der 7-jährigen Matilda Schmid sowie der 8-jährigen Eleni Tuscher. Von Peter Collmer an der Gitarre begleitet präsentierten sie „You´ve got a friend in me“ von Randy Newman – ein Stück voller Herzlichkeit, das die Botschaft – Freundschaft und Zusammenhalt über alle Generationen hinweg – gelungen zum Ausdruck brachte. Diana Dalügge und Corinna Schmidt interpretierten den Song „Für die Liebe“ mit einem harmonischen Wechselspiel. Ihre Stimmen ergänzten sich auf natürliche Weise und verdeutlichten damit die Aussage des Liedes: Liebe als Kraft, die Menschen zusammenführt und Grenzen überwindet.
Ein heiterer Programmpunkt war der Auftritt der Männer: Mit viel Humor transportierten sie die fröhliche Stimmung von „Rudolph, the rednosed reindeer“. Mit ihrem „Holiday Tango“ brachten sie im Anschluss rhythmisch und tänzerisch einen Kontrast zum Klingen. Besinnlich wurde es mit dem a-cappella vorgetragenen Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“. Einen märchenhaften Akzent setzte „Once Upon a December“, bevor mit „Carol of the Bells“ und "Mary, did you know?" festliche Energie den Raum erfüllte.
Den Abschluss bildete „Goodness of God“, bei dem Timea Toth-Scharwächter – in ihrem 20. Jahr als Chorleiterin der ChorBühne – als Solistin hervortrat. Die abwechslungsreiche Mischung aus Beiträgen des gesamten Chores und kleineren Formationen verlieh dem Programm eine besondere Dynamik. Jeder Auftritt hatte seinen eigenen Charakter, und dennoch fügte sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie vielseitig der Chor ist – und wie groß die Freude am gemeinsamen Musizieren.
Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger vom einfühlsamen Spiel des Pianisten Lukas Brenner, bereichert durch den sanften Groove von Oliver Pilich. Zusammengehalten wurde das Ganze von der Chorleiterin Timea Toth-Scharwächter.
Mit Charme und Witz führte Elke Sandler gekonnt durch das Programm und sorgte für beste Unterhaltung. Als Zugabe lud ein Weihnachtsmedley zum Mitsingen ein. Mit diesem vergnügten Ausklang wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer beschwingt in die Nacht zum ersten Advent geleitet.
Bei Glühwein, Punsch und Gebäck auf dem Kirchplatz ließ man den Abend gemütlich ausklingen.